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Besser Hören, mehr Lebensqualität

Besser Hören, mehr Lebensqualität

Was Hörgeräte von heute alles können

Türöffner zur Welt der digitalen Kommunikation

Mit Hörgeräten besser hören und noch mehr? Dass moderne Hörsysteme sich als Schnittstelle zum Ohr perfekt in die persönliche Nutzung von Unterhaltungselektronik, App-Anwendungen, PC und Smartphone einbinden lassen, ist offenbar vielen Menschen
noch nicht bekannt. Denn nur 15 Prozent haben bei einer aktuellen Umfrage der Fördergemeinschaft Gutes Hören gewusst, dass sich Hörgeräte mit Smartphones verbinden können. Auf diese Weise telefonieren die Nutzer wie mit einem Headset. Diese Funktion war 13 Prozent der Befragten bewusst. Musik-Streaming mit Hörsystemen kannten sechs Prozent und dass man sich die Hinweise vom Navigationssystem direkt ins Ohr übertragen lassen kann, bestätigten noch vier Prozent. Auch von neueren Features wie Messung von Aktivitäten und oder simultaner Übersetzung von Fremdsprachen
wussten nur fünf Prozent. Demgegenüber kannten 60 Prozent der Befragten keine
dieser Zusatzfunktionen.

HÖRMINDERUNG STRESST

Die Wissensdefizite sind wohl darauf zurückzuführen, dass viele Menschen sich erst mit
der Thematik befassen, wenn ihre Hörleistung merklich nachgelassen hat. Dabei wird jedoch verkannt, dass die meisten Hörminderungen als schleichender Prozess schon auftreten, bevor sie bewusst wahrgenommen werden. Bereits ab diesem Zeitpunkt
beeinträchtigen sie die gesamte Kommunikation der Betroffenen. Vor allem in geräuschvoller Umgebung wird das Sprachverstehen zunehmend anstrengender. Mit der
dann aufzuwendenden Konzentration beim Zuhören nimmt der Stress mit allen seinen Folgen zu und die Lust an Unterhaltungen und geselligem Beisammensein ab.

Aber trotz vorhandener Wissensdefizite befindet sich die Hörgerätenutzung im Aufwärtstrend. Immer mehr Menschen profitieren von den zahlreichen
Möglichkeiten ihrer Hörsysteme, die ihnen in Verbindung mit elektronischen Geräten das
Leben leichter und komfortabler machen. Schaltzentrale und Bedienoberfläche ist dabei das Smartphone als Medium für Musik-, TV- und Radiohören, für Telefonieren und Sprachansagen etwa der Navigationsapp oder den Dialog mit dem Sprachassistenten. Die zunehmende Fülle an Informationen aus dem Netz erreicht die Nutzer über das Ohr, das damit zur wichtigsten Schnittstelle der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine wird.

Allein die heute schon verfügbaren Technologien geben einen Ausblick auf die Potenziale, die sie künftig auch auf den Gebieten Gesundheit und Lifestyle noch haben werden. Hörsysteme übernehmen mit zusätzlichen Trackingfunktionen Aufgaben im Fitness- und Gesundheitsbereich und eröffnen ihren Nutzern neben dem individuellen Ausgleich von Hördefiziten den Zugang zur digitalen Welt auf allen Ebenen. Diese technische Entwicklung zeigt den Menschen die Wichtigkeit ihres Hörsinns für den
Alltag und die Lebensqualität.

EIN WICHTIGER SCHRITT

Der Hörakustik kommt damit eine wachsende Bedeutung zu. Denn immer mehr Menschen verbessern durch Hörsysteme nicht nur ihre akustische Orientierung
und ihr Sprachverständnis gegenüber den Mitmenschen, sie erschließen sich
auf komfortable Weise gleichzeitig die Welt der digitalen Kommunikation. Dafür wird
auch ein funktionierendes Gehör immer wichtiger. Der Hörtest bei einem Hörakustiker ist
der richtige Schritt zur persönlichen Hörgesundheit. Damit können auch schon kleine Veränderungen der Hörfähigkeit gemessen werden, die sich vielleicht noch kaum bemerkbar machen, sich auf längere Sicht aber nachteilig auswirken.

Testen, bitte!

Zum Hörakustiker- je früher, desto besser
Ein Hörtest liefert grundlegende Erkenntnisse für das weitere Vorgehen bei Hörminderungen. Die Selbsteinschätzung des Hörvermögens ist nicht möglich,
da objektive Vergleich- oder Anhaltspunkte fehlen. Einzige Ausnahme sind plötzliche Veränderungen des Gehörs wie beim Hörsturz. Dennoch verändert sich das Hören mit der Zeit, durch alters- und umweltbedingte Verschleißerscheinungen im Innenohr. Wenn
die Schwerhörigkeit den Betroffenen selbst auffällt, hat das Gehör oft regelrecht das normale Hören und damit auch den Umgang mit den Alltagsgeräuschen vergessen. Diese Fähigkeiten des gesunden Gehörs müssen dann erst wieder erlernt werden. Bei der am weitesten verbreiteten Hochtonschwerhörigkeit können vor allem stimmlose Konsonanten nicht mehr richtig verstanden werden, was zu Missverständnissen führt. Kommen dann noch Nebengeräusche hinzu wird einwandfreies verstehen nahezu unmöglich. Das
Hörvermögen sollte deshalb regelmäßig überprüft werden, um rechtzeitig die Hörminderungen auszugleichen und den Verlust von Lebensqualität zu verhindern.

Veröffentlicht von BNN, am 30. September 2020, Sonderseite: „Senioren im Mittelpunkt“