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Wenn es im Ohr klirrt, brummt oder summt

Wenn es im Ohr klirrt, brummt oder summt

Nur die Betroffenen selbst hören es: dieses dauernde Pfeifen, Klirren, Summen oder Brummen im Ohr. Manche nehmen es nur ab und zu wahr, andere den ganzen Tag. Ist der Tinnitus erst einmal chronisch geworden, dauert er also länger als drei Monate, gibt es keine Heilung mehr. Dafür aber Möglichkeiten, mit dem dauerhaften Ohrgeräusch zu leben.

Hörsturz

Als Hörsturz bezeichnet man einen plötzlichen Hörverlust, der ohne erkennbare Ursache auftritt. Betroffene beschreiben das Gefühl des Hörsturzes ähnlich der Empfindung, „Watte im Ohr“ zu haben. Ein solcher Hörverlust kann von einem eingeschränkten Hörvermögen bis zur völligen Gehörlosigkeit reichen und betrifft in den meisten Fällen lediglich ein Ohr. Etwa 20 von 100.000 Einwohnern in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an einem Hörsturz. Die Ausprägung ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Symptome eines Hörsturzes:

  • Schwindelgefühle
  • Gefühlsstörung am Außenohr
  • Ohrendruck
  • Tinnitus
  • Auftreten ohne erkennbare Ursache
  • Keine Ohrenschmerzen
  • Anfallartiges Vorkommen
  • Nur auf einem Ohr

Ursachen:

  • Stress
  • Virusinfektionen oder –reaktivierungen (z.B. Herpes oder Windpocken)
  • Arteriosklerose und daraus folgende Durchblutungsstörungen
  • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel
  • Ruptur des runden oder ovalen Fensters
  • Halswirbelsäulenerkrankungen (z.B. Schleudertrauma)
  • Erhöhte Thrombozytenaggregation (Verklumpen des Blutes)
  • Verschluss (Thrombose) der Innenohrgefäße
  • Autoimmunerkrankungen
  • vorangegangene akute Mittelohrentzündung

Was hat Tinnitus mit einem Hörsturz zu tun?

Der Hörsturz selbst wird den Krankheiten zugeordnet, während der Tinnitus vielmehr ein Symptom ist. Ein Tinnitus kann aber häufig in Kombination mit einem Hörsturz vorkommen. Es ist ebenfalls möglich, dass der Tinnitus weiter bestehen bleibt, nachdem der Hörsturz behoben ist. In diesem Fall sprechen Experten von einem chronischen Tinnitus. Dieser hängt jedoch nicht immer unbedingt ursächlich mit einem Hörsturz zusammen.

Wie kann man ein Hörsturz behandeln?

Bei der Therapie spielt die Zeit eine wichtige Rolle: Je früher die Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose.

Verabreichung durchblutungsfördernder (rheologischer) Medikamente

Therapie mit örtlicher Betäubung zur Blockade von blockierten Nerven

Hörgeräte als Therapie bei anhaltendem Hörsturz

Behandlung in einer Sauerstoffdruckkammer

Therapieform bei besonders schweren Fällen eines Hörsturzes

Behandlung bei Übergewicht und Diabetes

Wie helfen Hörgeräte bei einem Hörsturz?

  • Kehrt das Hörvermögen nach einem Hörsturz nicht zurück, gleichen Hörgeräte eine Hörminderung aus.
  • Tritt ein Hörsturz mit einem Tinnitus auf, können Hörgeräte mit einem „Noiser“ die Symptome lindern.
  • Hörgeräte trainieren das Gehör und helfen dem Gehirn, wichtige Töne nicht zu „verlernen“.
  • Je früher Sie ein Hörgerät benutzen, desto eher lässt sich eine hochgradige Schwerhörigkeit vermeiden.