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Zum Hörtest bevor das Gehirn Hören verlernt

Zum Hörtest bevor das Gehirn Hören verlernt

Die eigene Einschätzung des Hörvermögens ist kaum möglich. Denn die meisten Veränderungen beim Hören stellen sich unbemerkt und schleichend ein, sodass man sich langsam daran gewöhnt. Daher machen viele Menschen einen Hörtest erst dann, wenn sie von anderen auf ihr schlechtes Verstehen hingewiesen werden, oder wenn sie selbst
Einschränkungen im Alltag feststellen. Das ist aus Expertensicht zu spät, denn das Gehör vergisst regelrecht das
normale Hören und damit auch den Umgang mit den Alltagsgeräuschen. Das Hörvermögen sollte deshalb regelmäßig überprüft werden, um rechtzeitig die Hördefizite auszugleichen und den Verlust von Lebensqualität zu verhindern.
Entscheidend für gutes Hören sind bestimmte Tonhöhen, Frequenzen, deren Schwingungen in Hertz (Hz) gemessen
werden. Ausgehend vom menschlichen Stimmumfang und der Sprache sind Frequenzen zwischen 500 und 8.000 Hz für
gutes Hören und Verstehen entscheidend. Bei der verbreiteten Hochtonschwerhörigkeit können vor allem stimmlose Konsonanten nicht mehr richtig verstanden werden, was zu Missverständnissen führt. Kommen dann noch Nebengeräusche hinzu, wird einwandfreies Verstehen nahezu unmöglich. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit – auch Innenohrschwerhörigkeit genannt – ist die am meisten verbreitete Ursache für Hörprobleme. Bei dieser Hörschädigung sind die feinen Haarzellen in der Hörschnecke betroffen. Hervorgerufen wird die Innenohrschwerhörigkeit durch Verschleiß und Abnutzung der Haarsinneszellen. Verstärkt und beschleunigt
wird sie durch Lärm, Medikamente oder Gifte. Weitere mögliche Ursachen sind Durchblutungsstörungen oder Entzündungen im Innenohr sowie Immunerkrankungen. Auch der Hörsturz führt zur Innenohrschwerhörigkeit. Dabei handelt es sich um eine plötzlich auftretende Hörstörung. Sie kann im schlimmsten Fall zur Taubheit führen. Bei einem Hörsturz sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

WAS PASSIERT BEIM HÖRAKUSTIKER?
Beim Hörtest – Fachbegriff: Audiometrie – werden mit dem Audiometer der Testperson nacheinander verschieden hohe Töne in anschwellender Lautstärke per Kopfhörer nach linkem und rechtem Ohr getrennt vorgespielt. Wenn die Testperson den Ton wahrnimmt, drückt sie einen Knopf. Der Akustiker misst die Lautstärke in Dezibel und dokumentiert
das Ergebnis im Audiogramm. Die Lautstärke, die für das Hören der Testtöne nötig war, ist dann entscheidend für die Beurteilung des Gehörs. Für den ganz persönlichen Hörbedarf finden Hörexperten stets die passenden Lösungen, ganz gleich, ob präventiver Lärm- und Gehörschutz, Hörtraining oder die Anpassung von Hörsystemen für bestmögliches Sprachverstehen, für Sicherheit und mehr Lebensqualität. Das Gehör konfrontiert uns immer wieder mit neuen Eindrücken. Das geschieht bei allen Gesprächen und geselligen Anlässen, bei Konzerten, im Theater oder in Vorträgen (wenn das hoffentlich bald wieder möglich ist). So fördert gutes Hören die geistige Fitness und beugt sogar Demenzerkrankungen vor, wie Studien längst nachgewiesen haben. Wer aktiv am Leben teilnimmt und viel kommuniziert, hält sein Gehör im Training und das Gehirn fit.

Originalartikel BNN, geschrieben von FGH / JaRo